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Diabetes Mellitus

Diabetes Mellitus

 

 

 

Jeder elfte Mensch auf der Welt leidet an einer Diabeteserkrankung. Laut dieser Erkenntnis hat jeder Mensch auf dieser Welt einen Fall von Diabetes in seinen Familien und Freundeskreis, auch wenn es vielen gar nicht bewusst ist.

 

Die ÖDG hat drei kurz Spots zu diesem Thema veröffentlicht. Prominente Betroffene und Experten berichten unter dem Titel „Mein Leben mit Diabetes“ über ihren Alltag mit der Erkrankung und ihre Bewältigungsstrategien. Unter den Links kannst du dir die Videos ansehen:

 

https://youtu.be/VBZcL6q9DB0

 

https://youtu.be/1za5-3zYnLw

 

https://youtu.be/IMUiMfRcBbo

 

 

Zahlen und Fakten

 

 

·       In Mitteleuropa ist die Zahl der Erkrankten in den letzten 20 Jahren um rund 40% gestiegen.

 

·       85 – 90% aller Diabetiker sind Typ – 2 – Diabetiker.

 

·       An Typ-1-Diabetes leiden rund 30.000 Menschen, davon etwa 3.000 Kinder und Jugendliche in Österreich.

 

·       Übergewicht und Fettleibigkeit sowie Bewegungsmangel fördern die Entstehung des Typ–2-Diabetes. 50 – 60% aller Österreicherinnen und Österreicher sind zumindest übergewichtig davon sind rund 32% adipös. Dieser Anteil steigt jährlich.

 

·       Zurzeit sind es in Österreich ca. 600.000 Menschen, die unter Diabetes mellitus leiden, es wird geschätzt, dass es bis zum Jahre 2030 mehr als 800.00 sein könnten.

 

·       Davon erblinden rund 200 Menschen an den Folgen von Diabetes mellitus.

 

·       300 Menschen mit Diabetes werden wegen ihres Nierenversagen dialysepflichtig. Das sind 26% aller Patienten mit neuer Dialysepflichtigkeit.

 

·       Jedes Jahr, werden in Österreich 2.500 Amputationen von Gliedmaßen durchgeführt, das sind 62% aller Amputationen.

 

·       An den Folgen von Diabetes Mellitus sterben, allein in Österreich jährlich rund 10.000 Menschen. Die meisten Todesfälle sind auf Herzinfarkte und Schlaganfälle zurückzuführen.

 

 

 

Kosten

 

 

  • Die Gesundheitskosten eines Menschen mit Diabetes mellitus liegen je nach Vorhandensein von Folgekrankheiten um 30–400 % über jenen eines Nichtdiabetikers.
  • Die direkten Kosten des Diabetes und seiner Folgekrankheiten in Österreich werden auf 4,8 Mrd. Euro pro Jahr geschätzt.
  • In Mitteleuropa betrug die Kostensteigerung seit 2000 inflationsbereinigt 28 %.
  • Für 2030 lassen sich daher auf Basis aktueller Zahlen und Trends Kosten von mehr als 8 Mrd. Euro prognostizieren.

 

 

Symptome

 

 

 

Welche Warnsignale könntest du beobachten, wenn du schon zuckerkrank bist?

 

Häufiger und gesteigerter Harndrang – Du musst öfters als früher aufs Klo.

 

Mehr Durst – Du musst viel öfters deinen Durst stillen.

 

Gewichtsverlust ohne es wirklich zu wollen – Du nimmst ab, ohne bewusst etwas dafür tun zu müssen.

 

Müdigkeit und Antriebslosigkeit – Du bist nicht mehr so fit und leistungsfähig wie früher.

 

 

 

Welche Risikofaktoren gibt es?

 

Jemand in meinem Familienkreis ist schon an Diabetes erkrankt.

 

Du bist zu schwer.

 

Du ernährst dich ungesund.

 

Du hast so gut wie keine Bewegung in deinem Alltag.

 

 

 

Was kann ich tun, um nicht an Diabetes zu erkranken?

 

Bewege Dich!

 

Bewegung ist eines der wichtigsten Kriterien um nicht an Diabetes zu Erkranken. Egal ob als Alltagsbewegung oder als Sport, Bewegung hat viele positive Auswirkungen auf den Körper. Leider wird dieser Aspekt von immer mehr Menschen außer Acht gelassen. Bewegungsmangel hat nicht nur Auswirkungen auf die Gewichtszunahme und geringerer Leistungsfähigkeit, sondern auch auf das vermehrte Auftreten von Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes.

 

 

 

 

Kann Bewegung das Diabetesrisiko reduzieren?

 

JA. Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, um sich im Alltag oder mit Sport fit zu halten und dass Risiko zu reduzieren.

 

·        Ausdauersport kann die Zuckeraufnahme und Verwertung in den Zellen verbessern, damit sinkt die so genannte Insulinresistenz, die hauptverantwortlich für das Entstehen vieler Spätschäden des Diabetes ist.

 

·        Kraft – Muskelaufbau hat viele positive Effekte auf unseren Körper.  Zum einen helfen uns Muskeln bei der Gewichtsabnahme da der erhöhte Muskelanteil den täglichen Kalorienverbrauch erhöht. Zum andern hilft die Muskulatur den Gelenken und der Wirbelsäule indem sie diese stütz und stabilisiert. Damit wird die Immobilität verhindert und die Verletzungsgefahr dezimiert.

 

·        Die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) lautet, 8.000 – 10.000 Schritte pro Tag zu machen, das sind um die 6 – 8km. Es wird eine moderate Bewegung von 150 Minuten pro Woche empfohlen oder 3-4-mal pro Woche ca. 30 – 40 Minuten.

 

 

 

Ideen für eine Durchführung:

 

1.      Mach dir natürliche Ressourcen zunutze z.B. Stiegen gehen, anstatt Aufzüge und Rolltreppen etc. zu verwenden.

 

2.      Vermeide bei kurz Strecken Autos, Öffis etc. und geh stattdessen lieber zu Fuß oder schwing dich auf deinen Drahtesel.

 

3.      Plan dir ein vernünftiges Training ein. Egal ob Kraft – Ausdauer – oder Muskelaufbautraining. Such für dich, dass raus, was dir am meisten Spaß macht und mach dein Training von anderen unabhängig. Egal ob Freunde oder Familienmitglieder mitmachen wollen, wenn sie dabei sind gut, wenn nicht auch nicht schlimm, Du willst etwas an deiner Fitness ändern dann mach es.

 

4.      Führe ein Sport/Bewegungstagebuch, dass dir bei der Überwachung deiner Fortschritte hilft.

 

5.      Das Hauptziel sollte deine Fitness sein.

 

6.      Bewegung und Sport ist ein sehr wirksames Medikament gegen sehr viele Krankheiten wie Diabetes, Übergewicht und sogar gegen Krebs. Allerding wirkt es wie jedes Medikament nur solange man es regelmäßig anwendet. Das heißt: TÄGLICH – EIN LEBEN LANG.

 

7.      Wenn du glaubt du hast keine Zeit für Sport dann denk immer daran:

 

WER FIT IST; ERLEDIGT SEINE ARBEIT BESSER UND VOR ALLEM EFFIZIENTER; SCHLÄFT BESSER UND HÄLT AUCH STRESS BESSER AUS:

 

FITTE MENSCHEN LEBEN LÄNGER UND BESSER!!

 

 

 

 

DIE WICHTIGSTEN ERNÄHRUNGSTIPPS

 

 

 

  1. Bring Farbe auf Dein Teller. Je bunter Deine Ernährung ist, desto ausgewogener und abwechslungsreicher wird sie sein.
  2. Geh zu Fuß oder fahr mit dem Fahrrad zum Einkaufen.
  3. Kauf nur so viel, wie Du wirklich benötigst. Besser einmal öfter zum Einkaufen gehen als alles aufessen, damit nichts weggeworfen wird.
  4. Achte auf die Herkunft der Lebensmittel. Versuch, regionale und saisonale Produkte zu bevorzugen.
  5. Konsumier hauptsächlich pflanzliche Lebensmittel.
  6. Achte auf die Qualität der Lebensmittel.
  7. Bereite Deine Mahlzeiten – wenn möglich – frisch zu und vermeide Fertigprodukte, oder kaufe, wenn du keine Zeit zum kochen hast, Qualitativ hohe Fertiggerichte ohne Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker

 

 

 

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Ernährung und Diät?

 

Diät ist eine meist in der Vielfalt eingeschränkte Form der Zufuhr der täglichen Energie und Mikronährstoffe mit einem kurz- bis mittelfristigen Ziel (z. B. Gewichtsreduktion). Damit ist eine Diät als etwas zeitlich Beschränktes anzusehen. Ernährung hingegen beschreibt eine dauerhaft durchführbare, ausgewogene und abwechslungsreiche Zufuhr von Energie und Mikronährstoffen.

 

 

 

Quelle: ÖDG