· 

Honig

 

Ist Honig gesund oder doch nur ein weiteres Süßungsmittel, dass uns schöngeredet wird? Natürlich schneiden sich auch hier die Meinungen. Fakt ist, dass Honig gegenüber dem Zucker mehr positive Eigenschaften aufweist und deshalb als gesünder angesehen werden kann. Aber warum ist jetzt Honig besser als Zucker und warum sollten wir Ihn mehr konsumieren?

 

 

Ist Honig ein „gesunder“ Zuckerersatz?

 

Alles in allem kann man sagen: Honig ist gesünder als herkömmlicher Zucker. Aber um dies genauer definieren zu können müssen wir uns erst einmal die genaue Zusammensetzung von Honig anschauen.

 

 

 

Was ist drin?

 

Honig besteht zu 80 Prozent aus verschiedenen Zuckerformen

 

Zu 17 Prozent aus Wasser und

 

Zu 3 Prozent aus Nährstoffen und Aromen.

 

 

 

Wie du siehst – Honig besteht zum größten Teil aus Zucker ABER Zucker ist nicht gleich Zucker, ebenfalls hängt es auch beim Honig von der Herkunft ab welche Zuckerformen und Inhaltsstoffe enthalten sind. Im Großen und Ganzen kann man von folgenden Inhaltsstoffen ausgehen:

 

 

 

DIE ZUCKERFORMEN

 

  • Fructose 27 bis 44 Prozent
  • Glucose 22 bis 41 Prozent
  • Saccharose bis zu 5 Prozent
  • Maltose 4 bis 14 Prozent
  • weitere Zuckerverbindungen, beispielsweise Melezitose, Erlose, Turanose zwischen 1 bis 14 Prozent.

 

Fructose, auch Fruchtzucker genannt, ist wie die Glukose (Traubenzucker) ein Einfachzucker (Monosaccharid). Diese Zuckerformen werden vom Körper schnell aufgenommen und geben dir den ersten Energiekick. Damit du nicht in ein Loch fällst und müde wirst musst du Disaccharide (Doppelzucker), wie z.B. Saccharose nachschieben. Dieser Zucker wird von Pflanzen in der Photosynthese gebildet und ist bekannt als unser Haushaltszucker. Maltose ist ebenfalls ein Zweifachzucker und ist ein Abbauprodukt von Stärke. Eine andere Zuckerform sind die Mehrfachzucker (Polysaccharide). Diese kommen in verschiedenen Getreidearten, Pflanzen etc. vor.

 

 

 

 Weitere Nährstoffe:

 

 

Vitamine: Ok eine wirkliche Vitaminbombe ist Honig jetzt nicht. Er weißt zwar Anteile von Vitamin C und Vitamin B Gruppen auf jedoch ernährungspsychologisch ist dies fast irrelevant.

 

 

Proteine/Enzyme: Der Anteil der Proteine im Honig ist wie bei den Vitaminen

ernährungspsychologisch nicht sonderlich relevant doch sie haben eine wichtige Bedeutung für das Bienenprodukt. Bei den Proteinen handelt es sich um Enzyme, die beispielsweise für eine Umwandlung der Zuckerformen sorgen, was zu einer besseren Verwertbarkeit führt.

 

 

Mineralstoffe und Spurenelemente: Kalzium, Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Zink und Mangan sind ein weiterer Bestandteil des Honigs, jedoch kommen sie nur in geringen Spuren darin vor.

 

 

Aminosäuren: Aminosäuren kommen zwar nur in geringen Mengen im Honig vor jedoch spielen sie für den Stoffwechsel eine besondere Rolle.

 

 

Aromastoffe: Viele denken bei Aromastoffen sofort an künstliche Zusätze, diese haben aber im Honig nichts zu suchen. Die Aromen im jeweiligen Honig setzen sich aus den Pflanzen und deren Nektar zusammen. Es kommt darauf an, wo sich der Bienenstamm befindet und welcher Nektar von welchen Pflanzen, von den Bienen gesammelt wird. Deshalb schmeckt ein Waldhonig eher holzig und würzig und ein Blütenhonig frisch und duftet nach Blumen.

 

 

Alles in allem enthält Honig ca. 200 Inhaltstoffe, allein die Aromen entfalten sich durch 100 verschiedene Substanzen. Genau, dass macht Honig so einzigartig: Auch wenn ein Imker seine Bienen am selben Standort platziert, wird der Honig nie exakt so schmecken wie im Vorjahr.

 

Aber was macht Honig nun so interessant und was verschafft ihm der Name

 

DAS FLÜSSIGE GOLD?

 

 

Eine Studie des Österreichischen Imkerverbandes, welcher 50 Personen im Alter von 25 – 65 Jahren für acht Wochen aufgefordert hat, jeden Tag mindestens 2 Esslöffel Honig zu Essen, hat folgendes herausgefunden:

 

 

 

1.     Wer Honig isst hat weniger Lust auf Süßes!

 

Die Probanden wurden nicht aufgefordert auf Süßes zu verzichten. Durch den Verzehr von zwei Esslöffeln Honig am Tag linderte den Heißhunger auf Süßes und der Großteil der Studienteilnehmer hatte überhaupt keine Lust mehr auf Süßes.

 

 

2.     Honig kann das das Abnehmen erleichtern!

 

Da bei den meisten Studienteilnehmern die Lust auf Süßes abgenommen hatte nahmen diese im selben Zuge auch gleich an Körpergewicht ab. Manche verloren fast 5 KG in nur 8 Wochen.

 

Ein weiterer Vorteil von Honig beim Abnehmen ist, dass Honig zwar süß schmeckt aber nicht abhängig macht.

 

 

3.     Honig kann bei Schlafstörungen helfen!

 

Einige der Teilnehmer klagten im Vorfeld der Studie über Schlafprobleme, diese nahmen in den 8 Wochen zusehends ab.

 

 

4.     Honig macht fit!

 

Durch die Zusammensetzung des Honigs und dessen Inhaltsstoffe kann man sagen, dass Honig fit macht. Durch den hohen Anteil von Zucker aber auch durch die Aminosäuren wurde nachgewiesen, dass Honig ein wahrer Fitmacher ist.

 

 

5.     Honig verbessert die Verdauung!

 

Verschiedene Inhaltsstoffe fördern die Darmtätigkeit.

 

 

Andere Studien zum Thema Honig sind ebenfalls auf erstaunliche Ergebnisse gekommen:

 

1.     Honig kann Kopfschmerzen verringern.

 

2.     Honig enthält Antioxidantien.

 

3.     Honig wirkt entzündungshemmend.

 

4.     Honig ist ein natürliches Antibiotikum.

 

5.     Honig kann bei Wundheilung helfen.

 

 

Wie du siehst weißt Honig viele positive Eigenschaften auf, doch auch hier gilt:

 

Nicht alles was glänzt ist Gold.

 

Deshalb gilt auch bei Honig die Devise: Die Menge machts Gift!

 

 

Durch den hohen Anteil von Zucker und die Zähflüssige Eigenschaft des Honig, machen Sie Ihn genauso ungesund für unsere Zähne wie unser Haushaltszucker. Wichtig ist auch hier zu wissen, dass es darauf ankommt ob ich Ihn aufs Brot schmiere oder im Tee auflöse.

 

Egal wie du deinen Honig zu dir nimmst, achte darauf, dass du nicht zu viel isst und stell dir ab und zu die Frage ob du beim ein oder anderen Getränk oder der ein oder anderen Speise nicht aufs Süßen verzichten könntest.

 

 

Ich könnte noch einiges über Honig schreiben aber Schluss endlich musst du entscheiden was du bevorzugst. Was ich dir noch mit auf den Weg geben kann ist:

 

Wer Honig ist hilft Imkern dabei, die Zucht von Bienen zu finanzieren und die ist wichtig, denn wenn es keine Bienen mehr gibt dann sind wir auch bald Geschichte.

 

 

OHNE BIENEN KEIN MENSCH.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0